Schutzgebiete und historische Bauten

Das Wichtigste in Kürze

  • Die städtebauhistorisch bedeutenden, qualitätsvollen Quartiere ausserhalb der Altstadt werden einer eigenen Kategorie (Strukturgebiete) zugeordnet, die auch die Weiterentwicklung thematisiert.
  • Das Bauinventar umfasst 126 als schützenswert und 167 als erhaltenswert eingestufte historische Kulturdenkmäler. Der Umgang mit diesen Objekten wird neu grundeigentümerverbindlich geregelt.

Die Instrumente

  • Zonenplan 2: Schutzgebiete und Schutzobjekte
  • Bauinventar und Bauinventar-Index
  • Zonenreglemte

Ausgangslage

Im bisherigen Zonenplan waren verschiedene Zonen ausserhalb der Altstadt mit Ortsbildschutzgebieten überlagert. Die zugehörigen Bestimmungen dienten dem Schutz wertvoller städtebaulicher Strukturen, dem Erhalt wertvoller Bausubstanz und der Beurteilung von Neu-, Um- oder Erweiterungsbauten.
Für die historischen Kulturdenkmäler bestanden bisher Grundlagen, jedoch fehlten grundeigentümerverbindliche Vorschriften. Somit bestand bisher nur für Objekte in der Altstadt und in den Ortsbildschutzgebieten ein verbindlicher Schutz.

Was ist anders als bisher?

  • Anstelle der Ortsbildschutzgebiete werden neu überlagernde Strukturgebiete festgelegt. Diese umfassen Areale und Gebiete von hoher stadträumlicher und/oder landschafts-architektonischer Qualität, denen oft ein einheitlicher, zeittypischer Planungsgedanke zugrunde liegt. Dies zeigt sich sowohl in der Bebauungsstruktur als auch bei den Aussenräumen. Sie sind im ZP 2 abgebildet. Die Bestimmungen für diese Gebiete fokussieren auf die städtebaulichen Aspekte und weniger auf den Schutz des Einzelobjekts (§ 35 ZR).
  • Die historischen Kulturdenkmäler umfassen die kantonal geschützten, die kommunal schützenswerten und die kommunal erhaltenswerten Objekte. Diese sind Teil des Genehmigungsinhalts und somit grundeigentümerverbindlich. Sie sind im ZP 2 abgebildet. Jedes kommunal schützenswerte oder erhaltenswerte historische Kulturdenkmal ist im Bauinventar eingetragen. In §§ 36–40 ZR wird der Umgang mit den historischen Kulturdenkmälern geregelt.

Was hat sich geändert gegenüber der öffentlichen Mitwirkung?

  • Der Perimeter der Strukturgebiete Nr. 2 und 13 wurden im Rahmen der Überarbeitung angepasst.
  • Infolge einer Neubeurteilung wurden die Siedlungen Glacismatte und Hubelmatt als Strukturgebiete Nr. 16 aufgenommen.
  • Für die in der Mitwirkung beanstandeten historischen Kulturdenkmäler haben Neubeurteilungen stattgefunden. Drei Objekte, deren Erstellungsdatum deutlich nach 1980 lag, wurden aus dem Bauinventar entfernt, wenige wurden neu aufgenommen.
  • Überprüft wurden zudem die Würdigungen und die Schutzempfehlungen zur Umgebung der historischen Kulturdenkmäler, mit Blick auf die jeweilige Bauzone.
  • Die Perimeter der kantonal geschützten Parks und der regierungsrätlich geschützten Gebiete wurden bereinigt.

Welche übergeordneten Gesetze und Instrumente sind insbesondere zu berücksichtigen

  • Bundesgesetz über den Natur- und Heimatschutz (NHG SR 451)
  • Kantonale Verordnung über den Natur- und Heimatschutz (435.141)
  • Kantonale Verordnung über den Schutz der historischen Kulturdenkmäler (436.11)

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