Verkehr

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Instrumente zur Mobilität wurden im Sinne der Abstimmung von Siedlung und Verkehr überarbeitet.
  • Die Verkehrsfunktion, aber auch die Nutzung der Strassen wird besser der Lage angepasst (z. B. fussgänger- und velofreundliche Einkaufsstrassen, Transitstrassen für den Regionalverkehr).
  • Die Planung ist angebotsorientiert, d. h., es gibt keinen Strassenausbau (Entscheid Kanton).
  • Reduktionsfaktoren bei den Abstellplätzen tragen dazu bei, die Strassen weniger zu belasten. Die öffentlichen Parkplätze sind von den Instrumenten OPR nicht betroffen.

Die Instrumente

  • Netzplan der Strassenkategorien
  • Erschliessungs- und Baulinienplan (Erschliessung)
  • Zonenplan 4: Standorttyp-Gebiete I-IV Parkierung und Reduktionsfaktoren
  • Reglement über Parkfelder für Motorfahrzeuge
  • Rahmenplan Mobilität

Ausgangslage

Zunehmende Mobilitätsbedürfnisse und ein steigendes Verkehrsaufkommen erfordern eine aktive Mobilitätssteuerung. Der motorisierte Individualverkehr wird am bestehenden Strassennetz ausgerichtet (angebotsorientierte Verkehrsplanung).

Die Verfügbarkeit von Parkflächen ist entscheidend für die Verkehrsmittelwahl und damit für eine stadtverträgliche Verkehrsentwicklung. Das heutige Reglement sieht bei Wohnnutzungen keine Reduktionsfaktoren vor, ausser in der Innenstadt und bei gewerblichen Nutzungen.

Was ist anders als bisher?

  • Der bestehende Strassenkategorienplan wird durch den Netzplan mit Strassenkategorien ersetzt. Dabei wurde u. a. das Fuss- und Velowegnetz verfeinert.
  • Die Erschliessungs- und Baulinienpläne zeigen neu klarere Funktionen der Strassen und bessere Querungsmöglichkeiten für den Fuss- und Veloverkehr.
  • Zur Abstimmung von Siedlung und Verkehr wird ein Zonenplan 4 (ZP 4) mit Standorttyp-Gebieten inkl. Tabelle mit Reduktionsfaktoren als separater Nutzungsplan definiert. Für jeden Standorttyp definiert der ZP 4 eine Bandbreite der Reduktionsfaktoren.
  • Die Zuteilung zu den Gebietstypen erfolgt aufgrund von Kriterien wie Dichte, Distanz zum Hauptbahnhof, ÖV-Erschliessungsgüte, Erreichbarkeit mit dem Velo etc.
  • Der Rahmenplan Mobilität bildet die fachliche Grundlage und zeigt die Hintergründe der neuen Instrumente der Mobilität auf.

Was hat sich geändert gegenüber der öffentlichen Mitwirkung?

  • Im Netzplan werden die Zentrumsachsen neu auch als verkehrsorientierte Strassen bezeichnet.
  • Die nutzungsbedingten Reduktionsfaktoren für die Parkierung (im ZP 4) wurden gelockert, und es wurden Bandbreiten für die minimal zu erstellenden bzw. maximal möglichen Abstellplätze festgelegt. Insbesondere in den Standorttypen III und IV wird für Wohnen und Arbeiten mehr individueller Spielraum möglich.
  • Das Reglement über Parkfelder für Motorfahrzeuge legt neu keine Reduktionsfaktoren mehr fest, sondern bezieht sich auf die im neuen ZP 4 definierten Reduktionsfaktoren. Aus betrieblichen Gründen kann von den Reduktionsfaktoren abgewichen werden. Mit einem Mobilitätskonzept können bei allen Nutzungen die Reduktionsfaktoren weiter reduziert werden.
  • Im Erschliessungs- und Baulinienplan sind bereits bewilligte, aber noch nicht gebaute Strassen vom Genehmigungsinhalt ausgenommen.

Welche übergeordnete Gesetze und Instrumente sind insbesondere zu berücksichtigen?

  • Kantonaler Richtplan
  • Planungs- und Baugesetz des Kantons Solothurn (BGS 711.1)

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